Pädagogisches Konzept 2014

Das in einem langjährigen Prozess 2010 entstandene Leitbild des Hölderlin-Gymnasiums spiegelt unsere Absicht wider, uns noch mehr den vernetzten Strukturen der Lebens­wirklichkeiten der Schülerinnen und Schüler und den Herausforderungen des 21. Jahr­hunderts zu stellen. Dies wollen wir mit folgendem pädagogischen Konzept, das unser Konzept aus dem Jahr 2004 weiterentwickelt, zum Ausdruck bringen.

 

Lernen, um Leben erfahrbar zu machen – so lautet die Leitidee unseres achtjährigen Gymnasiums, das sich als eine Schule versteht, für welche die Bildung und motivierende Wissensvermittlung in all ihren Facetten und Möglichkeiten im Mittelpunkt steht. Die Persönlichkeitsentwicklung und gleichzeitige Mitverantwortung der Schülerinnen und Schüler gehen dabei Hand in Hand.

 

Eine Ganztagesschule der offenen Form, so wie am Hölderlin-Gymnasium seit 2004 konzipiert, ist eine angemessene Reaktion zum Wohl unserer Schülerinnen und Schüler  auf die sich beträchtlich verändernden schulpolitischen Rahmenbedingungen. Sie wird durch die engagierte  Haltung seitens der Elternschaft und des Schulträgers unterstützt.

 

Fördern und Fordern mittels einer standardbasierten Fach-, Methoden- und Medien­kompetenz auch innerhalb der Poolstundenkonzeption ist uns ein wichtiges Anliegen, um zielorientiert die Studierfähigkeit bei den Schülerinnen und Schülern anzustreben.

 

Wir fördern und stärken den Lern- und Übungsraum Schule und legen damit den Grundstein für die Persönlichkeitsentwicklung unserer Schülerinnen und Schüler.

 

Deshalb

           

-         soll gymnasiale Bildung an unserer Schule über den traditionellen Kanon hinaus-reichen und Lebenserfahrung und -praxis in die Schule integrieren. Das Hölderlin-Gymnasium arbeitet an einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Schule vom reinen Lern- zum Lern- und Lebensraum, in dem Schülerinnen und Schüler kreativ, kooperativ und kommunikativ in partieller Eigenverantwortung ihre Persönlichkeit entwickeln können.

 

Wir pflegen und entwickeln eine Kommunikationsstruktur, die auf gegenseitiger Wertschätzung aufbaut. Dabei sollen für Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise Regeln und Grundsätze einer demokratischen Gesellschaft erlebbar werden.

 

Deshalb

 

-         werden die schon bestehenden wie auch die in Zukunft angestrebten Kontakte mit örtlichen Vereinen und sonstigen Kooperationspartnern – VHS, Musikschule, Kom-mune, Filmclub als kommunales Kino, Förderverein der Schule, Sportvereine, insbesondere auch Eltern – besonders gepflegt bzw. sollen intensiviert werden.

-         sind traditionelle Veranstaltungen, wie z.B. der Neujahrsempfang des Elternbeirats oder das Weihnachts-Cafe des Fördervereins Gelegenheiten zum persönlichen Austausch aller am Schulleben Beteiligten.

 

Wir arbeiten kontinuierlich an dem Konzept unserer Schule, in der mit Kopf, Herz und Hand gelernt wird. Wir vermitteln auf dem Weg zur allgemeinen Hochschulreife Wissen und Methoden, die die Schülerinnen und Schüler zu selbstorganisiertem Lernen und zu kreativem und vernetztem Denken befähigen.

 

Deshalb

 

-         werden den Schülerinnen und Schülern unserer Schule differenzierte Angebote gemacht. Bei vorüber­gehenden Lernschwierigkeiten werden Fördermaßnahmen an-geboten. Hierbei werden bei der Hausaufgabenbetreuung und bei Prüfungsvorbe-reitungen über traditionelle Fördermaßnahmen hinausgehende Lösungen ange-strebt.

 

-         unterbreiten wir leistungsstarken Schülerinnen und Schülern zusätzliche Angebote, die auch Anreiz zur Teilnahme an Wettbewerben sein sollen. Ergänzend bieten wir Arbeits­gemeinschaften an, die Teamfähigkeit, Kreativität, Ausdauer, Konzentration, Konflikt­fähigkeit, Toleranz und Verantwortungsbereitschaft fördern.

 

-         engagieren sich Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler für eine ganzheitliche Förderung bei der Entwicklung und Realisierung vielfältigster Zusatzangebote und Veranstaltungen in unserem Schulleben und erarbeiten Inszenierungen von Theaterstücken, proben für verschiedene Konzerte und Musicals, bereiten Ausstellungen von Kunstprojekten im Schulhaus vor oder verwirklichen Projekttage mit anschließendem Schulfest.

 

-         nehmen wir bei der Wissensvermittlung „Begreifen“ auch im wörtlichen Sinne ernst und ermöglichen handlungsorientierte Zugänge des Lernens und Erfahrens, bei-spielsweise bei den vielfältigen Praktika in unseren modernen naturwissenschaft-lichen Räumen, beim bewussten Gestalten einer künstlerischen Arbeit oder dem Er-lernen eines Instrumentes.

 

 

Wir erweitern unseren Blick nach außen, um durch persönlichen Kontakt vielfältige Einblicke in außerschulische Lebensbereiche wie in Lebensweisen anderer Gesellschaften und Kulturen zu ermöglichen.

 

Deshalb

 

-         sind das für die neunten Klassen verpflichtende einwöchige Sozialpraktikum sowie künst­lerische Projekte und Schüleraustauschprogramme mit unseren Partnerschulen in Frankreich und England integraler Bestandteil des Schullebens. Partnerschaften mit Firmen der Region bieten Anreize für außerschulisches Lernen.

 

-         eröffnet das langjährige Adivasi-Projekt der Eine-Welt-AG unserer Schule eine wei-tere Form des interkulturellen Lernens.

 

 

Wir gehen mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen verantwortlich um und fühlen uns der Umwelt gegenüber verpflichtet.

 

Deshalb

 

 

-         veranschaulichen wir die Bedeutung von Nachhaltigkeit im unterrichtlichen Kontext, organisieren wir Exkursionen, z.B. in den Kaywald, oder arbeiten mit den fünften Klassen im Rahmen des Projekts Heimatraum.

 

Schlussbemerkung

 

Der Charakter unserer Schule wird über das Kerngeschäft hinaus durch die Zu­sam­men­arbeit aller am Schulleben beteiligten Personen und Gremien (Elternbeirat, Förderverein und SMV) geprägt. Die Lehrerinnen und Lehrer des Hölderlin-Gymnasiums – unterstützt durch die Schulleitung – setzen sich motiviert und engagiert für die Weiterentwicklung und Neu­gestaltung schulischer (Ganztages-) Strukturen und Inhalte ein und gestalten zielorientiert neue pädagogische Schwerpunkte.

 

Lauffen, 13.12.2013