Gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen (GFS)


Vereinbarungen des Hölderlin-Gymnasiums Lauffen a.N.

 

1.        Gesetzliche Grundlage

2.        Auslegung

3.        Mögliche Formen der GFS

4.        Anmeldung

5.        Bewertung

6.        Empfehlungen zur Dauer einer GFS

7.        Nachbesprechung/Notenschein

 

1. Gesetzliche Grundlage

 

Schulgesetz:

Verordnung des Kultusministeriums über die Notenbildung § 9, Zahl der Klassenarbeiten und

     schriftlichen Wiederholungsarbeiten, gleichwertige Leistungen

 

„…Diese Leistungsfeststellung bezieht sich insbesondere auf schriftliche Hausarbeiten, Jahresarbeiten, Projekte, darunter auch experimentelle Arbeiten im naturwissen-schaftlichen Bereich, Freiarbeit, Referate, mündliche, gegebenenfalls auch außerhalb der stundenplanmäßigen Unterrichtszeit terminierte Prüfungen oder andere Prä-sentationen. Der Klassenlehrer sorgt, unterstützt von der Klassenkonferenz, für eine Koordinierung dieser Leistungsfeststellungen der einzelnen Fachlehrer. ... jeder Schüler [ist] ... in den Gymnasien der Normalform ab Klasse 7 ... pro Schuljahr zu einer solchen Leistung in einem Fach seiner Wahl verpflichtet.“

(In: Kultus und Unterricht, 15-16/2002, S. 246d)

 

Verordnung des Kultusministeriums über die Jahrgansstufen sowie über die Abiturprüfung an Gymnasien der Normalform und Gymnasien in Aufbauform mit Heim vom 24. Juli 2001 §6(3); Klassenarbeiten und gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen

 

„...Zu diesen Leistungen ist jeder Schüler im Laufe der Jahrgangsstufen in drei Fächern seiner Wahl verpflichtet; die Schule ermöglicht es ihm, diese Leistungen in den ersten drei Halbjahren zu erbringen. Darüber hinaus hat der Schüler in einem weiteren Fach seiner Wahl das Recht zu einer gleichwertigen Leistungsfeststellung.“

(In: www.landesrecht-bw.de; 02.04.2014)

 

2. Auslegung

 

Jeder Schüler der 7. bis 10. Klasse muss in jedem Schuljahr eine GFS in einem Fach seiner Wahl, in der Kursstufe in drei verschiedenen Fächern seiner Wahl ableisten. Die GFS dient der Stärkung der Eigeninitiative und Kreativität der Schüler und ist daher selbstständig zu erarbeiten. Dieselbe GFS darf nicht zweimal gehalten werden.

Die Themen und die Formen der GFS benennt der Lehrer. Da auch Vorschläge der Schüler berücksichtigt werden können, geschieht die endgültige Festlegung in einem gemeinsamen Gespräch.

Der Lehrer fungiert während der Vorbereitung der GFS als Berater, er achtet darauf, dass die GFS didaktisch sinnvoll in die Gesamtplanung eines Schuljahres eingebunden sind. Es sollte zu keiner GFS-Häufung in einem Fach oder am Ende eines Schuljahres kommen, im letzten Monat eines Schuljahres sollten keine GFS mehr gehalten werden.

Die GFS zählt wie eine Klassenarbeit und soll daher in der Vorbereitung ähnlich aufwendig sein. Eine Lehrkraft darf keine zusätzliche GFS zulassen.

 

3.  Mögliche Formen der GFS

 

Präsentation

Referat

Projekt, auch experimentell

Schriftliche Hausarbeit

 

 

4. Anmeldung

 

Klassen 7-10

Die Anmeldung muss in jedem Schuljahr bis zu den Herbstferien erledigt sein. Die jeweiligen Klassenlehrer halten die gewählten Fächer auf einer Klassenliste im Notenordner im Lehrerzimmer fest. Diese liegt in der Klasse obenauf und enthält Name, Vorname, Fach, gehalten/Datum und die Note.

 

Klassen 11-12 (Kursstufe)

Die Anmeldung muss in jedem Schuljahr bis zu den Herbstferien für alle drei Fächer erledigt sein. Der Fachlehrer bestätigt dies durch Unterschrift auf dem Anmelde-Formblatt. Die Kontrolle obliegt dem Klassenlehrer.

In der Kursstufe werden die GFS innerhalb der Kurse 11.1 bis 12.1 gehalten.

 

                Empfehlung für die Anzahl der GFS

Anzahl der Wochenstunden + 1

 

5. Bewertung

 

Der Lehrer muss den Schülern bereits vor der jeweiligen GFS seine Bewertungsmaßstäbe und formalen Ansprüche, die zu Beginn des Schuljahres innerhalb der jeweiligen Fachschaften abgesprochen werden, offenlegen. Dies kann z.B. in Form eines Bewertungsbogens (verschiedene Muster und weitere Materialien im GFS-Ordner) oder in mündlicher Form geschehen. Der Schüler ist verpflichtet, sich über diese zu informieren. Wird eine GFS unentschuldigt zum vereinbarten Termin nicht gehalten, ist sie mit der Note ungenügend bzw. mit 0 NP zu bewerten.

      

6. Empfehlungen zur Dauer einer GFS

 

Klassen 7 und 8                               10 – 20 Minuten

Klassen 9 und 10             20 – 30 Minuten

Jahrgangsstufe                25 – 40 Minuten

 

Durch Experimente oder praktische Aufgaben kann der Zeitraum verlängert werden.

 

7. Nachbesprechung / Notenschein

 

In der Nachbesprechung wird der Schüler über die inhaltliche und methodische Qualität seiner Leistung informiert und erhält Anregungen zur zukünftigen Verbesserung.

Der Schüler erhält somit nach der GFS eine die Note begründende Rückmeldung in der Regel in mündlicher Form.

Da die Note dem Stellenwert einer Klassenarbeit bzw. einer Klausur entspricht, ist dem Schüler der ausgefüllte Vordruck „Notenschein“ auszuhändigen.